Aktuelles
aus erster Hand

Nachrichten
Steuern und Recht

Donnerstag, 01. Januar 1970

Vererben an den Hausarzt trotz berufsrechtlichen Verbots wirksam

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Zuwendung von Todes wegen zugunsten des Hausarztes des Erblassers nicht deshalb unwirksam ist, weil es gegen ein den Hausarzt treffendes...
Quelle: ERV
Donnerstag, 01. Januar 1970

Vererben an den Hausarzt trotz berufsrechtlichen Verbots wirksam

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Zuwendung von Todes wegen zugunsten des Hausarztes des Erblassers nicht deshalb unwirksam ist, weil es gegen ein den Hausarzt treffendes berufsständisches Zuwendungsverbot verstößt.

Die Vorschrift verbietet nur ein Verhalten des Arztes, dem es nicht gestattet ist, Geschenke oder andere Vorteile zu fordern, sich versprechen zu lassen oder anzunehmen. Nicht geschützt von diesem Verbot wird hingegen der zuwendende Patient oder die Erwartung seiner Angehörigen, diesen zu beerben. So verbietet es die im Grundgesetz geschützte Testierfreiheit des Patienten, ein zugunsten des behandelnden Arztes angeordnetes Vermächtnis wegen Verstoßes gegen das berufsständische Zuwendungsverbot für unwirksam zu halten.

Donnerstag, 01. Januar 1970

Widerruf trotz Maßanfertigung – kein Wertersatz für Treppenlift

Wird ein außerhalb von Geschäftsräumen geschlossener Vertrag widerrufen, hat der Verbraucher grundsätzlich Wertersatz für diejenigen Dienstleistungen zu leisten, die der Unternehmer bis zum Widerruf...
Quelle: ERV
Donnerstag, 01. Januar 1970

Widerruf trotz Maßanfertigung – kein Wertersatz für Treppenlift

Wird ein außerhalb von Geschäftsräumen geschlossener Vertrag widerrufen, hat der Verbraucher grundsätzlich Wertersatz für diejenigen Dienstleistungen zu leisten, die der Unternehmer bis zum Widerruf tatsächlich erbracht hat. Bei Werkverträgen umfasst dies jedoch nur solche Leistungen, die sich bereits im Werk verkörpert haben. Im vom Oberlandesgericht Düsseldorf entschiedenen Fall ging es um den Widerruf eines Vertrags über den Einbau eines individuell angepassten Treppenlifts. Der Unternehmer hatte zwar bereits mit der Vertragsabwicklung begonnen, der Treppenlift war jedoch noch nicht eingebaut. Vorbereitende Tätigkeiten, wie die Herstellung oder Anlieferung noch nicht montierter Bauteile, stellen keine erbrachten Leistungen im Sinne des Wertersatzes dar.

Das Gericht stellte zudem klar, dass der Widerruf auch bei individuell angefertigten Werken nicht ausgeschlossen ist. Erfolgt der Widerruf nach Übergabe des individuell hergestellten Werks, sind die empfangenen Leistungen zurückzugewähren: Der Unternehmer hat den Werklohn zu erstatten, der Verbraucher das Werk zurückzugeben. Ein Ausgleich dafür, dass der Unternehmer das individuell hergestellte Werk nur eingeschränkt anderweitig verwerten kann, ist nicht vorgesehen.

Donnerstag, 01. Januar 1970

Verbraucherpreisindex

Verbraucherpreisindex (2020 = 100) 2026 122,8  Januar 2025 122,7  Dezember 122,7  November 123,0  Oktober 122,6  September 122,3  August 122,2  Juli 121,8  Juni 121,8  Mai...
Quelle: ERV
Donnerstag, 01. Januar 1970

Verbraucherpreisindex

Verbraucherpreisindex (2020 = 100)

2026
122,8  Januar

2025
122,7  Dezember
122,7  November
123,0  Oktober
122,6  September
122,3  August
122,2  Juli
121,8  Juni
121,8  Mai
121,7  April
121,2  März
120,8  Februar
120,3  Januar


Ältere Verbraucherpreisindizes finden Sie im Internet unter:
http://www.destatis.de - Konjunkturindikatoren - Verbraucherpreise

Donnerstag, 01. Januar 1970

Überschreiten der Parkzeit – keine Wartepflicht zum Abschleppen

Der Betreiber eines Parkplatzes hatte auf dem Platz einen Parkscheinautomaten aufgestellt. Eine Frau stellte ihren PKW gegen 8:11 Uhr auf dem Parkplatz ab und löste für 4 € einen bis 10:51 Uhr...
Quelle: ERV
Donnerstag, 01. Januar 1970

Überschreiten der Parkzeit – keine Wartepflicht zum Abschleppen

Der Betreiber eines Parkplatzes hatte auf dem Platz einen Parkscheinautomaten aufgestellt. Eine Frau stellte ihren PKW gegen 8:11 Uhr auf dem Parkplatz ab und löste für 4 € einen bis 10:51 Uhr gültigen Parkschein. Da die bezahlte Parkzeit überschritten war, beauftragte der Betreiber ein Unternehmen mit dem Abschleppen des Fahrzeugs. Erst nach Zahlung der Abschleppkosten von 587,50 € erhielt es die Frau zurück.

Das Abstellen eines Fahrzeugs auf einem privaten Parkplatz stellt eine verbotene Eigenmacht dar, wenn es unbefugt erfolgt. Unbefugt ist das Abstellen eines Fahrzeugs auf einem Privatgrundstück nicht nur dann, wenn das Parken überhaupt nicht erlaubt ist, sondern auch dann, wenn das Parken an bestimmte Bedingungen (z. B. Nutzung einer Parkscheibe, Zahlung einer Parkgebühr o. Ä.) geknüpft ist. Nutzt der Fahrzeugführer den Parkplatz, ohne sich daran zu halten, fehlt die Zustimmung des Parkplatzbetreibers für das Parken eines Fahrzeugs.

In dem oben geschilderten Fall entschied der Bundesgerichtshof: „Wer ein Fahrzeug über das auf dem Parkschein ausgewiesene Parkzeitende hinaus auf einem gebührenpflichtigen privaten Parkplatz abstellt, begeht verbotene Eigenmacht. Der Grundstückseigentümer darf infolgedessen das Fahrzeug abschleppen lassen; eine Wartepflicht trifft ihn insoweit regelmäßig nicht.“ Der Betreiber war daher berechtigt, das Fahrzeug ohne vorherige Wartezeit abschleppen zu lassen.

Donnerstag, 01. Januar 1970

Datenschutz von Mietern beim Verkauf der Immobilie

In einem vom Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken (OLG) entschiedenen Fall bewohnten Mieter eine Doppelhaushälfte, die der Eigentümer veräußern wollte. Zu Verkaufszwecken fertigte ein vom...
Quelle: ERV
Donnerstag, 01. Januar 1970

Datenschutz von Mietern beim Verkauf der Immobilie

In einem vom Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken (OLG) entschiedenen Fall bewohnten Mieter eine Doppelhaushälfte, die der Eigentümer veräußern wollte. Zu Verkaufszwecken fertigte ein vom Vermieter beauftragter Makler bei einem mit den Mietern abgestimmten Termin Innenraumfotos an, auf denen aber keine Personen abgebildet waren. Nach Veröffentlichung der Verkaufsanzeige und der Übergabe des Exposeés an Kaufinteressenten wurden die Mieter von weiteren Personen auf die Fotos angesprochen. Sie fühlten sich „demaskiert“ und entwickelten ein diffuses Gefühl des „Beobachtetseins“, weshalb sie gegenüber dem Makler Auskunfts- und Schadensersatzansprüche wegen eines behaupteten Datenschutzverstoßes geltend machten. Im Prozess erklärte der Makler, sämtliche Fotos gelöscht und keine Kopien angefertigt zu haben.

Das OLG kam zu dem Urteil, dass der Makler verpflichtet ist, Auskunft darüber zu erteilen, wie er mit personenbezogenen Daten der Mieter und mit gefertigten Lichtbildern von den Innenräumen der Immobilie in Hinblick auf Datenspeicherung und Vervielfältigung umgegangen ist. Ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht jedoch nicht, wenn die Lichtbilder von den Innenräumen der Immobilie – wie hier – einvernehmlich mit den Mietern entstanden sind.

Donnerstag, 01. Januar 1970

Wahlarztleistung – keine Vertretung ohne ausdrückliche Zustimmung

Eine auf Initiative des Krankenhausträgers beziehungsweise eines Wahlarztes getroffene Wahlleistungsvereinbarung mit dem Inhalt, dass wahlärztliche Leistungen ohne besondere Bedingungen durch einen...
Quelle: ERV
Donnerstag, 01. Januar 1970

Wahlarztleistung – keine Vertretung ohne ausdrückliche Zustimmung

Eine auf Initiative des Krankenhausträgers beziehungsweise eines Wahlarztes getroffene Wahlleistungsvereinbarung mit dem Inhalt, dass wahlärztliche Leistungen ohne besondere Bedingungen durch einen anderen Arzt als Vertreter des Wahlarztes ausgeführt werden, ist unwirksam. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

Nach den Ausführungen des BGH geht es dem Patienten bei Abschluss einer Wahlleistungsvereinbarung in erster Linie darum, sich die Leistung hochqualifizierter Spezialisten des Krankenhauses gegen ein zusätzliches Entgelt „hinzuzukaufen“. Der Patient schließt eine Wahlleistungsvereinbarung im Vertrauen auf die herausgehobene medizinische Kompetenz des Wahlarztes ab. Der Wahlarzt darf im Falle seiner Verhinderung die Kernleistung auf einen Vertreter übertragen, sofern er mit dem Patienten eine entsprechende Vereinbarung wirksam getroffen hat.

News-Archiv

Archiv anzeigen
In unserem News-Archiv finden Sie weitere Mandanten-Informationen. Klicken Sie einfach auf den nebenstehenden Link "Archiv anzeigen", um die Liste der Nachrichten einsehen zu können.
Datum Titel Quelle
01.01.1970 Beschränkung bei Rückgabe von Festival-Token zulässig ERV
01.01.1970 Eigenbedarf des Vermieters bei Umbau der eigenen Wohnung ERV
01.01.1970 Schonfrist bis Mitte März 2026: Offenlegung der Jahresabschlüsse 2024 ERV
01.01.1970 Grundsteuererlass bei Einnahmeausfall bis 31.3.2026 beantragen ERV
01.01.1970 Fälligkeitstermine - März 2026 ERV
01.01.1970 Arbeitnehmerentsendung: Aktualisierte Verwaltungsauffassung zur steuerlichen Behandlung von Arbeitslohn ERV
01.01.1970 BFH: Stellplatzkosten bei Firmenwagen keine Vorteilsminderung ERV
01.01.1970 Basiszins / Verzugszins ERV
01.01.1970 Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben 2026 ERV
01.01.1970 E-Auto-Förderprogramm rückwirkend ab 1.1.2026 ERV
01.01.1970 Unterhaltszahlungen mindern Steuern nur bei Banküberweisung ERV
01.01.1970 Ausgerutscht beim Kaffeeholen – ein Arbeitsunfall? ERV
01.01.1970 Verstoß gegen Umgangsvereinbarung – Selbstständigkeit per se kein Entschuldigungsgrund ERV
01.01.1970 Arbeitsunfähigkeit während Abbau eines Zeitguthabens durch Freistellung ERV
01.04.2026 BMF veröffentlicht Praxishinweise zur Aktivrente ERV
01.04.2026 BFH: Neue Entscheidungen zur Grunderwerbsteuer ERV
01.04.2026 Neues BMF-Schreiben zur Gebäudemodernisierung ERV
01.04.2026 Doppelte Haushaltsführung: Wohnmobil als Zweithaushalt und Stellplatzkosten als Mietkosten? ERV
01.04.2026 Basiszinssatz zur Vorabpauschale für Investmentfonds bekanntgegeben ERV
01.04.2026 EuGH: Wann Fahrtzeit als Arbeitszeit gilt ERV
01.04.2026 Verfassungsbeschwerde gegen das Grundsteuer-Bundesmodell eingereicht ERV
01.04.2026 Fälligkeitstermine April 2026 ERV
01.04.2026 Basiszins / Verzugszins ERV
01.04.2026 Verbraucherpreisindex ERV
01.04.2026 Flugannullierung – Erstattung muss auch erhobene Provision umfassen ERV
01.04.2026 Handwerksbetrieb – Betriebsleiter muss fachlich-technische Leitung tatsächlich ausüben ERV
01.04.2026 Ordentliche Kündigung wegen fehlerhafter Arbeitszeiterfassung ERV
01.04.2026 Arbeitsvertrag – pauschale Freistellungsklausel ist unwirksam ERV
01.04.2026 Rufbereitschaft – kein Unfallversicherungsschutz bei Treppensturz im eigenen Heim ERV
01.04.2026 Gewerberaummiete – Einsichtsrecht des Mieters in die Originalbelege zur Betriebskostenabrechnung ERV
01.04.2026 Gewinnbringende Untervermietung von Wohnraum unzulässig ERV
01.04.2026 Der neue Schufa-Score ERV
31.01.2026 BFH: Grundsteuer „Bundesmodell“ ist verfassungskonform ERV
31.01.2026 NRW kauft Datenträger zur Aufdeckung von Steuerhinterziehung an ERV
31.01.2026 Vorsteuerabzug bei Übergang von der Kleinunternehmer- zur Regelbesteuerung ERV
31.01.2026 Dauerhafte Umsatzsteuerermäßigung ab 1.1.2026 auf 7 % für Speisen in Gastronomie, Restaurants & Catering ERV
31.01.2026 Änderungen bei der Sofortmeldung ERV
31.01.2026 Fälligkeitstermine Februar 2026 ERV
31.01.2026 Basiszins / Verzugszins ERV
31.01.2026 Verbraucherpreisindex ERV
31.01.2026 Nachträgliche Herabsetzung der monatlichen Rente bei Riester-Verträgen ERV
31.01.2026 Abbrucharbeiten – Keine Haftung bei unklarer Leistungsabgrenzung ERV
31.01.2026 Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte ERV
31.01.2026 Gesetzlicher Mindestlohn – Keine Erfüllung durch Firmenwagen ERV
31.01.2026 Fristlose Kündigung wegen Online-AU ohne Arztkontakt ERV
31.01.2026 Wohnungseigentümer – kein Zurückbehaltungsrecht beim Wohngeld ERV
31.01.2026 Abriss bei wesentlicher Abweichung von der Baugenehmigung ERV
31.01.2026 „Düsseldorfer Tabelle“ seit dem 1.1.2026 ERV

Nachrichten
Politik und Wirtschaft

Harald Elster bei Bundesfinanzminister Olaf Scholz

DStV-Präsident Elster bei Bundesfinanzminister Dr. Schäuble

DStV-Präsident trifft EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Mitte) mit seinen Senatskollegen StB/WP Harald Elster (links) und StB/WP Heinz-Wilhelm Bühler (rechts)